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10. Februar 2026Rechtliches

Genehmigungspflichten für Speditionen

Als Spedition müssen Sie zahlreiche Genehmigungspflichten beachten. Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Regelungen.

Grundlagen der Genehmigungspflicht

Großraum- und Schwertransporte benötigen in Deutschland zwei ineinandergreifende Genehmigungen: eine Erlaubnis nach § 29 Abs. 3 StVO für die übermäßige Straßenbenutzung sowie eine Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVO, sobald die Standardmaße aus § 32 StVZO oder die Gewichte aus § 34 StVZO überschritten werden. Beide Genehmigungen werden in der Regel gemeinsam und bundesweit einheitlich über das VEMAGS-Portal durch die Erlaubnis- und Genehmigungsbehörden der Länder erteilt.

Arten von Genehmigungen

1. Einzelgenehmigung

Gilt für einen einzelnen Transport mit festgelegter Route, Datum und Uhrzeit. Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel 2-4 Wochen.

2. Dauergenehmigung

Gilt für regelmäßig wiederkehrende Transporte auf derselben Route. Die Gültigkeitsdauer kann bis zu 3 Jahre betragen.

3. Erlaubnisbescheinigung

Für grenzüberschreitende Transporte innerhalb Europas ist eine Erlaubnisbescheinigung erforderlich.

Pflichten des Transportunternehmers

  • Gültige Genehmigung vor Transportbeginn vorhanden
  • Genehmigung während des Transports mitführen
  • Auflagen der Genehmigung einhalten
  • Erforderliche Begleitfahrzeuge einsetzen
  • Route wie genehmigt fahren

Konsequenzen bei Verstößen

Das Fahren ohne gültige Genehmigung kann erhebliche Konsequenzen haben:

  • Bußgelder von 500€ bis 10.000€
  • Stilllegung des Fahrzeugs
  • Punkte in Flensburg
  • Bei wiederholten Verstößen: Entzug der Erlaubnis

Fazit

Die Einhaltung der Genehmigungspflichten ist für Speditionen essentiell. Mit einer guten Verwaltung und automatischen Erinnerungen können Sie teure Fehler vermeiden.